Das bietet Applied Validation

Durch die stärker werdende Energie- und Ressourcenknappheit steigen die modernen Anforderungen an Komponenten in allen Produktionszweigen. Selbst in Hochtechnologie-Sektoren hat sich schon lang der Fokus von „Höher, Schneller, Weiter“ zu „Ökonomischer, Ökologischer und Sicherer“ verschoben. Anforderung an Flugzeuge, Automobiles selbst im Eisenbahnsektor müssen Fahrzeuge leichter werden und gleichzeitig mehr leisten. (z.B. Flug: http://www.welt.de/144823187). Neue Materialien, mit denen häufig nur wenig Erfahrung gesammelt wurden (CFK statt Aluminium, Legierungen statt Werkzeugstahl), sind hierbei nicht selten der Schlüssel. Doch der Ausfall selbst kleiner Bauteile können dramatische Folgen haben (O-Ring bei dem Challengerunglück). Und die folgenden Schadensersatzansprüche können selbst für etablierte Unternehmen ein großes Risiko darstellen (http://www.welt.de/139101074). Um dennoch die Zuverlässigkeit und die Sicherheit von sicherheitsrelevanten Bauteilen zu gewährleisten, werden zerstörungsfreie Prüfsysteme (ZfP) eingesetzt. Obwohl die ZfP immer stärker an Relevanz gewinnt, so stellt sie bisher oft ein vernachlässigter Bereich des Qualitätsmanagements dar. Für die ZfP werden gut ausgebildete Fachkräfte und teilweise teures Equipment benötigt, das im Idealfall nur die Prüfkosten aufwerfen (für den Fall das kein Defekt vorhanden ist). Für den optimalen Herstellungsprozess ist die ZfP unnötig. Jedoch ist es uns bis heute nicht möglich 100% defektfreie Bauteile herzustellen. Daher sind ZfP-Verfahren für eine sichere Umwelt essentiell. Der Kostendruck und die steigenden Anforderung durch die Innovationsrate in modernen Unternehmen (durch neue Materialien CFK, GFK, u.ä. / kleinere Stückrate) sind große Herausforderungen, mit denen sich selbst kleine und mittelständige Unternehmen in Zukunft beschäftigen müssen, um im Hochtechnologie-Sektor Fuß fassen zu können.

Doch eine Studie (Quelle: Dr. Ralf Holstein 2014: Qualification Profile of Nondestructive Testing Personnel) zeigt, dass es schon heute eine Differenz zwischen den geforderten und den erbrauchten Leistung in der ZfP hinsichtlich normativen Anforderungen gibt. Wenn sich Deutschland in hochtechnologischen Anwendungen (Automobil, Eisenbahnverkehr, Alternative Energieerzeugung, usw.) weiter bewährend möchte, muss sich hierbei etwas ändern. Die ZfP ist hierbei ein wesentlicher Schlüssel für sichere Produkte im Bereich Hochtechnologie und damit verbunden ein Umdenken in der Ausbildung, im Einsatz und in der Bewertung von Prüfverfahren.